Der kleine Hase Oskar hüpft munter durch die Felder. Er wundert sich über die Menschen, die in diesen Zeiten so kurz vor Ostern, ganz verrückt nach Hasen in allen Formen und Ausführungen sowie bunten Eiern sind. Was für ein Hype! Und das ganz ohne Werbung in Social Media! Es macht ihn auch ein bisschen stolz, dass seinesgleichen einmal im Jahr so im Mittelpunkt stehen.
Obwohl es ja eine ganz andere Geschichte ist, die dieses Osterfest erst möglich gemacht hat. Sein Opa Erwin hat ihm sehr oft – immer in der Zeit um Ostern – die Geschichte aus der Bibel erzählt. Von dem Mann, der alle Schuld der Menschen auf sich genommen hat und dafür wie ein Verbrecher am Kreuz gestorben ist. An dieser Stelle der Erzählung wurde Oskar immer sehr kalt. Aber nach drei Tagen, so konnte sein Opa fortfahren, ist der Tote auferstanden. Das Grab war leer. An dieser Stelle sieht Oskar immer ein leeres, sonnenüberflutetes Grab vor sich. Da wird ihm dann ganz warm. Was für eine Wendung!
Oskar wünscht sich, dass nicht nur er, sondern auch viele Menschen sich noch an den wahren Grund von Ostern erinnern. Er ist sich sicher, dass das der Popularität von Hasen und Eiern keinen Abbruch tut. Das es aber diesem Hype einen tieferen Sinn gibt, wenn man die wahre Geschichte von Ostern kennt.
Mit dieser Geschichte wünsche ich uns allen ein gesegnetes Osterfest mit vielen bunten Eiern, Schokohasen, leckerem Essen und einem guten Miteinander im Freundes- und Familienkreis.
Gabriele Quast
