Was ist Controlles Viscosity Molding (kurz CVM)?

CVM ist ein Formgebungsverfahren, bei dem die Viskosität des Kunststoffs während des gesamten Prozesses gezielt geregelt wird. Grundlage ist die kontinuierliche Erfassung von Temperatur, Druck und Drehmoment.

Das aufgeschmolzene Material wird über eine rotierende Schnecke in die Kavität gefördert. Die erfassten Prozessdaten werden in Echtzeit ausgewertet und zur aktiven Regelung genutzt, sodass sich die Viskosität des Materials konstant im definierten Arbeitsfenster bewegt.

Die Kavität füllt sich kontrolliert und gleichmäßig. Die Verdichtung erfolgt ebenfalls über die Schneckenbewegung und wird über die gleichen Regelgrößen gesteuert. Dadurch lassen sich Füllverhalten, Materialverteilung und Erstarrung reproduzierbar einstellen, auch bei komplexen Geometrien oder anspruchsvollen Werkstoffen.

Was sind die Vorteile?

geringe Scherspannung

konstante Materialviskosität

Gleichmäßige Kavitätsfüllung

Minimierte innere Spannung von Teilen

Verarbeitung empfindlicher Materialien

homogene Materialverteilung

Anwendungsbereiche

Elektronik und Sensortechnik 

Gleichmäßige Materialverteilung schützt empfindliche Bauteile

Minimierte innere Spannung erhöhen Langzeitstabilität

Präzise Füllung auch bei komplexen Geometrien

Thermomanagement und leitfähige Kunststoffe 

Schonende Verarbeitung hochgefüllter Werkstoffe

Geringe Scherbelastung bewahrt Materialeigenschaften

Reproduzierbare Wärmeleitfähigkeit durch homogene Bauteile

Leichtbau und technische Strukturbauteile 

Kontrolle der Viskosität ermöglicht gleichmäßige Wandstärke

Minimierung von Spannungen für stabile Bauteile

Sichere Verarbeitung faserverstärkter Kunststoffe

Präzisionsbauteile und Medizintechnik 

Schonende Kavitätsfüllung für filigrane Geometrien

Homogene Materialstruktur für präzise Funktion

Hohe Reproduzierbarkeit für Serienfertigung

H2-Konkret
Das Innovationsnetzwerk H2-Konkret beschäftigt sich mit der Entwicklung praxisnaher Lösungen rund um den Einsatz von Wasserstoff in der Kunststofftechnik. Ziel ist es, neue Produkte, Verfahren und Anwendungen für Industrie, Infrastruktur, Produktion und Mobilität zu entwickeln und Unternehmen entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette zu vernetzen.
Durch die Zusammenarbeit von mittelständischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Industriepartnern entstehen innovative Ansätze für eine sichere, effiziente und wirtschaftliche Nutzung von Wasserstofftechnologien.